zoee.

Der Tag ist gerettet. Vielen herzlichen Dank aber auch!

März10

Nachdem ich mich in den letzten Tagen ständig mit wirklich sehr attraktiven Menschen beschäftigt habe dachte ich es wäre an der Zeit, mich ebenfalls mal wieder wirklich sehr zu attraktivieren. So geht das ja nicht.

Ich habe mir also einen Termin bei meiner Friseurin geben lassen. Hanan mit den Scherenhänden: eine wunderschöne Marokkanerin, Anfang 20, witzig, intelligent – das blühende Leben! Mich sollte sie heute auf dem Kopf ebenfalls zum Erblühen bringen. Und die grauen Haare färben. Die ich natürlich wirklich nicht habe.

Während sie das Abschlussritual -den Spiegel so halten, dass man die Erblühung des Hinterkopfes ebenfalls bewundern kann- vollzieht, sehe ich sie an, dann mich, dann wieder sie, dann mich, dann sie, dann wieder mich. Der Vergleich gefällt mir echt nicht wirklich. Sie ist irritiert und fragt: “Ist alles in Ordnung oder gefällt Ihnen der Schnitt nicht?” (Auch so eine Unart in Hamburg, übrigens. Man duzt sich nämlich nur unter Gleichaltrigen. Mein Schuster z. B. heisst Wulf und ist hundert Jahre alt.) Ich sage: “Nein, alles gut. Ich wünschte nur, mein Gesicht würde besser zur Frisur passen, also 20 Jahre jünger aussehen!”. Sie lacht herzlich, legt den Spiegel beruhigt weg und nimmt mir mit Schwung den Frisierumhang von den Schultern: “Ach was! Haha, das ist doch nicht sooo schlimm! Hahaha, Sie müssen einfach positiv denken: Ihre Tochter ist gesund und Sie hatten doch ein erfülltes Leben!”

Wie sagt man “&%$§”!?=(§” auf wirklichsprachlosisch?

P.S.: Natürlich bin ich sofort in die heilpraktizierende Parfümerieapotheke im Chi meines Vertrauens geeilt (ich musste nur ein paar Bachblüten überspringen) und habe mich entsprechend mit Botox eingedeckt. Aktuell schreibe ich gerade mit der Geheimwaffe Krummelus-Maske auf meinem erfüllten Gesicht.

P.P.S.: Mist. Ich habe vergessen, Klopapier zu kaufen.

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3 Comments to

“Der Tag ist gerettet. Vielen herzlichen Dank aber auch!”

  1. On März 12th, 2010 at 01:20 Andi Says:

    Bei mir hilft in solchen Fällen immer eine Familienpackung Wein (so zwei bis drei Liter, leicht gekühlt) und eine Restaurantpackung Chips.
    Und wenn mir dann schlecht ist, kommt noch eine Tafel Milka oben drauf – dann ab ins bettchen, Heiabubu machen.

    Am nächsten Morgen bin ich sooo glücklich, daß ich das überlebt habe…
    :-)

  2. On März 12th, 2010 at 07:25 kraM Says:

    die frisur auf dem bild mag ich aber. als hätte jemand sich zwei schnitzel auf den Kopf gelegt. :D

  3. On März 12th, 2010 at 09:39 zoee Says:

    @andi: in “solchen fällen”? dann passiert dir das anscheinend öfter? ich lege noch eine stange toblerone aus dem duty-free-shop drauf.

    @kram: damit wenigstens der hund mit mir spielt. ha. ha. ha.

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